27.03.2020

Werbeeinbruch wegen Corona

Mehrere Kleinverlage gehen in Kurzarbeit

Die Freiburger Nachrichten, der Walliser Bote oder das Bieler Tagblatt spüren die Folgen der Coronakrise im Werbemarkt stark.
Werbeeinbruch wegen Corona: Mehrere Kleinverlage gehen in Kurzarbeit
Eine Journalistin telefoniert in der Redaktion der Freiburger Nachrichten. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Die Coronakrise trifft die kleinen Verlage besonders stark. Aufgrund der Einbrüche im Werbemarkt müssen mehrere Medienhäuser Kurzarbeit beantragen.

Bei den Freiburger Nachrichten dürften bereits in den nächsten zwölf Monaten die bisherigen Werbeeinnahmen von rund sechs Millionen Franken pro Jahr «massiv zurückgehen», teilt die Zeitung am Freitag mit. Die Aussichten für die folgenden Jahre seien auch nicht besser.

Für den Verwaltungsrat drängen sich daher «ohne Verzug» kostensenkende Massnahmen für die Zeitungen Freiburger Nachrichten, Der Murtenbieter und Anzeiger von Kerzers auf. Das Unternehmen hat darum ein Gesuch für die Einführung von Kurzarbeit eingereicht. Anfang April geht nun ein Teil des Personals ganz oder teilweise in Kurzarbeit.

Nicht anders sieht es beim Walliser Boten oder dem Bieler Tagblatt aus. «Wir rechnen im April mit Werbeeinbussen von 600'000 bis 700'00 Franken», sagt Bernhard Rentsch, Chefredaktor vom Bieler Tagblatt, im «Medientalk» von Radio SRF. Beim Walliser Boten geht die Redaktion laut Chefredaktor Herold Bieler zu 50 bis 60 Prozent in Kurzarbeit, wie er sagt. (wid)



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