Mehrheitsbeteiligung an Photoglob verkauft

Orell Füssli - Buchhandel-Umsatz im Jahr 2009 leicht gesteigert.

Der im Sicherheitsdruck und im Buchhandel tätige Verlag Orell Füssli hat per Anfang April die Mehrheitsbeteiligung am Land- und Ansichtskartenverlag Photoglob AG verkauft. Neuer Besitzer ist Gion Schneller, der Geschäftsführer der einstigen Konzerntochter.Orell Füssli wird künftig noch 34 Prozent der Aktien von Photoglob halten, wie Verwaltungsratspräsident Klaus Oesch an der Bilanzmedienkonferenz des Konzerns bekannt gab. Auf Umsatz und Ergebnis der Orell Füssli Holding wird der Verkauf des Verlags allerdings keinen grossen Einfluss haben.

Gemessen am Gesamtumsatz von 306,3 Millionen Franken ist das Verlagsgeschäft, das 2009 laut Oesch bei einem Absatz von 21,1 Millionen Franken eine rote Null einspielte, für Orell Füssli unbedeutend. Für den Konzern ins Gewicht gefallen ist dagegen der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die neuen Banknoten statt 2010 erst 2012 herauszugeben.

Dadurch standen bei Orell Füssli die Maschinen still, was im Bereich Sicherheitsdruck zu einem Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 85,3 Millionen Franken führte und auch die Profitabilität der Konzernsparte in den Keller fallen liess. Dank Aufträgen von anderen Zentralbanken und herausgeschobenen Abschreibungen ist das Ergebnis der Notendrucksparte, das sich auf 16,7 Millionen Franken belief, indes nicht um mehr als 30 Prozent gefallen.

Im Buchhandel hat Orell Füssli den Umsatz zwar ganz leicht steigern können, das Unternehmen setzte aber nicht im selben Ausmass mehr Bücher ab wie sie letztes Jahr die Verkaufsfläche vergrössert hat. Dank eines Liegenschaftenverkaufs stieg der Gewinn der Orell-Füssli-Buchhandlungen von 3,4 Millionen Franken im 2008 auf 6,3 Millionen Franken im letzten Jahr.

Unter dem Strich resultierte für den ganzen Konzern bei ein Umsatzrückgang von 16,6 Prozent ein gegenüber 2008 um fast 70 Prozent tieferer Reingewinn von 14,7 Millionen Franken, wie Orell Füssli bereits im Februar bekannt gegeben hatte. Die Dividende sinkt im Vergleich zum Vorjahr von 8 auf 2.50 Franken je Aktie. (sda)