Die Regierung hat an ihrer Sitzung vom 11. Oktober beschlossen, eine repräsentative Meinungsumfrage über die Nutzung und Akzeptanz von Radio Liechtenstein durchzuführen. Dadurch soll in Erfahrung gebracht werden, wie die strukturelle Weiterentwicklung des Landessenders den Interessen der Bevölkerung entsprechend fortgeführt werden kann. Darüber hinaus wird die Regierung wie seit längerem vorgesehen dem Landtag für die November-Sitzung einen ausführlichen Bericht zur Situation und Entwicklung des Landessenders vorlegen.
Seit Anfang 2004 verfügt Liechtenstein mit dem öffentlich- rechtlichen Landessender Radio Liechtenstein über ein unabhängiges elektronisches Medium. Der Landtag hat dem Landessender 2003 für die Jahre 2004 bis 2006 einen jeweils sinkenden Staatsbeitrag zugesprochen. Trotz Werbeeinnahmen in der Höhe von zirka 1.7 Millionen Franken führte die operative Tätigkeit von Radio Liechtenstein in den Jahren 2004 und voraussichtlich 2005 zu finanziellen Defiziten, die durch das Dotationskapital des Landessenders getragen werden, wie es in einer Mitteilung heisst.
Um nach rund 20monatiger Sendetätigkeit die strukturelle Weiterentwicklung des Landessenders Radio Liechtenstein vor dem Hintergrund der bis 2006 befristeten Staatsbeiträge auf breiter Basis prüfen zu können, hat die Regierung beschlossen, eine repräsentative Meinungsumfrage zu Radio Liechtenstein durchführen zu lassen.
Ziel dieser Umfrage ist es, den grundsätzlichen Rahmen für verschiedene künftige Entwicklungsoptionen des Landessenders zu evaluieren. Im Zentrum der Umfrage stehen Fragen zu den Hörgewohnheiten der liechtensteinischen Bevölkerung und zudem über den Stellenwert, welchen der Landessender und sein tägliches Programm geniessen. Zudem enthält die Meinungsumfrage Fragen einerseits über die künftige Fortführung und Zukunftsperspektiven von Radio Liechtenstein und andererseits über mögliche Finanzierungsmodelle.