Bundesrat Moritz Leuenberger sieht die Meinungsvielfalt wegen der Übernahme der Espace Media Groupe nicht in Gefahr. Es gebe noch genügend Presseunternehmen, nationale Medien und Lokalradios, die diese gewährleisteten.
Der Kommunikationsminister sieht darum auch keinen Handlungsbedarf für die Politik, wie er am Donnerstag gegenüber Radio DRS sagte. Er gewinnt der Übernahme sogar positive Seiten ab: "Ein starkes Presseunternehmen kann es sich leisten, auf qualitativen, guten Journalismus zu schauen. Und diese Frage, die Qualität des Journalismus, ist mir viel wichtiger, als ob das aus einer Hand oder zwei kommt."
Berner Politiker sind kritischer
Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät und der kantonal-bernische Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher sorgen sich hingegen nach der Übernahme der Espace Media Groupe sorgen um die Medienvielfalt in Stadt und Kanton Bern.
Er respektiere den unternehmerischen Entscheid der beteiligten Unternehmen, sagte Alexander Tschäppät (SP). Aus seiner Sorge um die Medienvielfalt in der Stadt Bern mache er jedoch keinen Hehl, dazu komme die Sorge um einen möglichen Verlust von Arbeitsplätzen. Rickenbbacher sieht die Medienvielfalt im Kanton Bern zwar "nicht direkt gefährdet", der Konzentrationsprozess der vergangenen 15 Jahre sei jedoch ein Tatsache.