Meteorologe droht Schweizer Medien mit Prozess

Kachelmann - Anwalt macht Eingriff in Persönlichkeitsrechte geltend.

Der wegen einer mutmasslichen Vergewaltigung in U-Haft sitzende TV-Meteorologe Jörg Kachelmann hat genug: Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, wehrt sich Kachelmann gegen die Berichterstattung der Schweizer Presse in den letzten drei Wochen. Unter anderem habe man Abmahnungen an Zeitungen der "Blick"-Gruppe sowie "20 Minuten" und die "Berner Zeitung" verschickt, wird sein Medienanwalt Ralf Höcker im Bericht zitiert.

Die Publikationen hatten aus den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft zitiert oder über angebliche private SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Popsängerin Indira berichtet. Beides stellt gemäss Höcker einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Wetterfrosches dar. Die betroffenen Medien seien aufgefordert, Unterlassungserklärungen zu unterschreiben und Sachverhalte aus den Akten sowie die SMS-Nachrichten von Kachelmann an die Sängerin nicht weiterzuverbreiten. Ausserdem sollen sie eine Gebühr in der Höhe von umgerechnet 2000 Franken bezahlen.