Michael Hug ärgert sich über die PR-Praxis der Post

Berner Zeitung - Chefredaktor kritisiert die "dreiste Einmischung" der Medienstellen.

Die Kommunikation der Schweizerischen Post brachte den Chefredaktor der "Berner Zeitung" derart in Rage, dass er sich hinsetzte und seinen Ärger niederschrieb. Auf blog.persoenlich.com beschreibt Michael Hug am Beispiel eines Interviews mit Post-Präsident Peter Hasler, bei dem der Journalist nicht – wie vereinbart – nur fünf, sondern mehr Fragen stellte, wie personell hochdotierte Medienstellen die Kommunikation steuern und damit das Leben der Journalisten schwer machen. "Diese Episode könnte man  abhaken, wenn sie nicht symptomatisch wäre für ein Kommunikationsgewerbe, das sich immer dreister in redaktionelle Angelegenheiten einzumischen und seine eigene Agenda durchzusetzen versucht", so Hug. Die Schuld dieser sich verstärkenden Entwicklung sieht Hug aber nicht nur bei den PR-Profis, sondern auch auf der anderen Seite. "Zu weiten Teilen sind die Redaktionen selbst schuld, wenn sie sich von Medienbeauftragten und PR-Leuten ködern, anfüttern und dann subtil steuern lassen. Aber es wäre begrüssenswert, wenn jene Redaktionen, die nicht nur Transmissionsriemen professioneller Spin-Doctors sein wollen, den inszenierten Medienkonferenz-Events zunehmend fernbleiben würden."

Den ganzen Text lesen Sie auf blog.persoenlich.com. (eh)