Michael Ringier holt Neffen in den Verwaltungsrat

Ringier - Zudem: Ringier denkt laut über eine "Weltwoche"- Konkurrenz nach.

Michael Ringier holt seinen Neffen Robin Lingg an Bord. "Der jüngste Sohn meiner Schwester Evelyn soll nächstes Jahr in den Verwaltungsrat kommen", sagt Verleger Michael Ringier in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag". Lingg, der derzeit in Mexiko als Lateinamerika-Verantwortlicher für eine Pharmafirma arbeitet, könnte gemäss Ringier dereinst gar sein Nachfolger werden: "Es ist absolut eine Option". Ausgeschlossen sei nur, dass ein Familienmitglied CEO werden kann. "Da finden wir immer einen von aussen, der besser ist."

Ringier widerspricht im Interview zudem der Darstellung, dass der Osteuropa-Deal mit Springer ein Indiz dafür sei, dass sich Ringier aus dem Mediengeschäft verabschieden wolle. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Springer sei das Gegenteil von Ausstieg. "Wenn wir die Firma in der Familie behalten wollen, müssen wir das Risiko streuen - genau das tun wir mit Springer in Osteuropa." Weiter erwägt der Verleger die Neulancierung eines gesellschaftspolitischen Magazins für die Deutschschweiz: "Wir haben das Wochenmagazin L'Hebdo in der Westschweiz und das Monatsmagazin Cicero in Deutschland. In der deutschen Schweiz gibt es wahrscheinlich Platz für ein Wochenmagazin."