Michael Steiner zieht Köppel wegen "Sennentuntschi"-Artikel vor Gericht

"Weltwoche" - Die "unwahren Vorwürfe" seien "derart massiv".

Das "Sennentuntschi"-Urteil der "Weltwoche" ist hart. In einem Artikel wirft das Blatt von Roger Köppel Michael Steiner unter anderem vor, Fördergelder für Callgirls missbraucht zu haben. Zudem machte die "Weltwoche" Steiners angebliche Kokain-Sucht publik. Dem Regisseur von "Mein Name ist Eugen" und "Grounding" ist das zuviel. Er zieht das Blatt vor Gericht.

Michael Steiner pocht darauf, dass er keine Fördergelder missbraucht habe und zugesagte Mittel noch ausstehen würden. Das Magazin und mit ihm Chefredaktor Roger Köppel hätten ihn in seiner Persönlichkeit verletzt. Die "unwahren Vorwürfe" seien "derart massiv", so die Klageschrift, dass sie die geforderte Genugtuung von 30'000 Franken rechtfertigten, schreibt der "SonntagsBlick".

Auch ein anderer "Sennentuntschi"-Protagonist schlägt zurück: Bruno Seemann, CEO und Verwaltungsratspräsident der Kontraproduktion von 2006 bis 2008. Er habe Dienste eines Escort-Service in Anspruch genommen, schrieb Köppels Blatt. "Es stimmt zwar, dass ich ­im Jahr 2007 auf Firmenkosten ein Callgirl buchte", sagt er, "allerdings nicht für mich, sondern für einen potenziellen Geldgeber aus England." Der Liebesdienst habe 350 Franken gekostet. Fördergelder könnten es nicht gewesen sein, denn die seien erst im Jahr 2008 geflossen. Jetzt erwägt auch er eine Klage gegen die "Weltwoche", weiss der "SonntagsBlick".