"Michelle Hunziker keine gute Moderatorin"

Beni Thurnheer - Der "Schnurri der Nation" über fernsehbedingte Popularität.

Beni Thurnheer hat sich mit der Berner Zeitung über Popularität, seine Ambitionen auf einen Sitz im Bundesrat und Michelle Hunzikers Moderationskompetenz unterhalten.

Etwa 200 Fernsehauftritte brauche es, um von einer breiten Masse auf der Strasse wiedererkannt zu werden, rechnet Thurnheer der BZ vor. Da die Schweizer täglich zwei Stunden vor dem Fernseher sässen, dafür aber nicht mehr wüssten, wer in der Wohnung unten- oder obendran lebe, erfülle der Fernsehmoderator eben die Funktion des Nachbarn.

Warum es trotzdem nicht allen Moderatoren gelinge, eine Popularität wie die von Thurnheer zu erreichen, weiss der "Schnurri der Nation" mit Kontinuität zu erklären: "Wer 200 Mal am Fernsehen erschienen ist, den kennt man. Das kann man auf zwei Arten erreichen. Entweder man ist ein Jahr lang jeden Tag auf dem Sender -- oder nur alle zwei Wochen, dafür langfristig. Ich bin eher den zweiten Weg gegangen. Deshalb sehe ich meine Popularität auch als triviale Alterserscheinung, wie bei den Rolling Stones: Die kommen auch immer wieder."

Michelle Hunziker hingegen werde nach zwei Jahren wieder von den Bildschirmen verschwunden sein, prophezeit Thurnheer, und bekennt: "Michelle Hunziker ist sehr sympathisch, einnehmend, sie hat meiner Meinung nach auch eine Ausstrahlung, die bei den Leuten ankommt. Aber: Als Moderatorin ist sie -- ohne sie beleidigen zu wollen -- einfach nicht gut."