In der aktuellen Ausgabe der «Bilanz» steht im Artikel «Migros-Manager Berninghaus hat bereits einen neuen Job», dass Migros-Chef Herbert Bolliger und Dieter Berninghaus, Leiter des Departementes Handel im Migros-Genossenschafts-Bund (MGB), «...in letzter Zeit immer wieder aneinandergeraten sind. Der Handelschef soll sogar schon wutentbrannt aus Sitzungen gestürmt sein, weil ihn Bolliger wegen schlechter Zahlen gerügt hatte.»
Diese Zeilen sorgten bei der Migros für rote Köpfe. Noch am Erscheinungstag des Hefts liess der orange Riese sämtlichen Medien eine Gegendarstellung zukommen. «Die Migros hält fest, dass diese rufschädigenden Behauptungen haltlos, absurd und nicht im Ansatz zutreffend sind», steht darin geschrieben.
Auch Herbert Bolliger selbst wird zitiert: «Im Gegenteil, Dieter Berninghaus und ich haben stets in bestem Einvernehmen zusammengearbeitet. Ich bedaure sehr, dass er die Migros verlässt und bin ihm sehr dankbar für das, was er in all den Jahren für die Migros geleistet hat.»
Bilanz hält an Artikel fest
Im Migros-Intranet doppelt Bolliger nach, wie «Blick» berichtet: «Die Bilanz lügt. Diese Geschichte ist frei erfunden», heisst es in einem Interview, das kurz gegen Mittag aufgeschaltet wurde. Darin kündigt er Schritte gegen die «Bilanz» an. Man könne es nicht einfach hinnehmen, dass in der Öffentlichkeit solche haltlosen Anwürfe kursierten.
Gegenüber persoenlich.com nimmt der Autor Philipp Albrecht Stellung: «Die Bilanz verbreitet keine Lügen. Die Information über das Verhältnis zwischen Herbert Bolliger und Dieter Berninghaus stammt aus seriösen Quellen, zu denen wir uns aufgrund des Quellenschutzes nicht näher äussern.» (wid)