Was zu befürchten war, ist eingetroffen. Das Verfahren zur Vergabe der Konzession für ein neues Zürcher Jugendradio verzögert sich weiter. Bewerber Mike Gut von RadioMax hat eine Beschwerde gegen die Zwischenverfügung des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vom 27. Juli eingereicht, wie die Abendzeitung "heute" berichtet.
Gemäss Verfügung war vorgesehen, dass den drei Bewerbern DJ Radio, Music First und RadioMax die Gelegenheit geboten wird, binnen 60 Tagen beim BAKOM eine überarbeitete Bewerbung einzureichen. Mike Gut fordert aber, dass das Uvek die Konzepte nach ihrem ursprünglichen Inhalt beurteilt und dann die Konzession neu vergibt.
"Diese Beschwerde kann das weitere Verfahren um ein Jahr verzögern", gibt Gut gegenüber heute zu. Er ist aber der Meinung, dass nur so eine faire Konzessionsvergabe erfolgen kann. "Niemand sieht mehr ein Ende des Tunnels", meint Egon Blatter, Geschäftsführer von DJ Radio zu heute. Guts Vorgehen sei eine Katastrophe. Tatsächlich fragt man sich, wie lange man auf das Jugendradio noch warten muss, denn die Geschichte hat schon einige Kapitel.