In seiner aktuellen Ausgabe publiziert das Nachrichtenmagazin Facts Dokumente, die im Zusammenhang mit der Razzia gegen die Hells Angels stehen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press liess die ermittelnde Bundesanwaltschaft daraufhin verlauten, sie habe "mit grossem Befremden festgestellt", dass "ermittlungsrelevante Protokolle an die Öffentlichkeit gelangt" seien. Der Vorfall sei "unglaublich" und erschwere die Arbeit "massiv".
Facts-Chefredaktor Stefan Barmettler hält demgegenüber auf Anfrage von "persoenlich.com" fest, die Bundesanwaltschaft sei vorgängig über die Recherchen informiert worden. Damals habe die BA aber weder von einem unglaublichem Vorfall noch von massiv erschwerter Arbeit geredet. Auch wurde nicht um einen Publikations-Verzicht gebeten.
Tatsächlich handelt es sich um ein Missverständnis, wie eine Rückfrage von "persoenlich.com" bei der BA-Sprecherin Andrea Sadecky ergab. Ihre Aussagen gegenüber der AP hätten sich nicht auf das Vorgehen von Facts bezogen, sondern darauf, dass die Unterlagen überhaupt nach aussen gedrungen seien. Wie das geschehen konnte, werde bei der Bundesanwaltschaft jetzt intern geprüft, ein Verfahren laufe derzeit aber nicht.