Mit Flugzetteln auf der Suche nach «Gang»-Mitgliedern

Tsüri.ch - Das Online-Stadtmagazin verteilte im Rahmen einer Guerilla-Aktion mehrere hundert Flugzettel in der ganzen Stadt. Es will mit der analogen Methode Leute ansprechen, die in der Stadt Zürich unterwegs sind und so seine Community erweitern.

Mitte Oktober hängten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Tsüri.ch innerhalb weniger Stunden mehrere hundert Flugblätter in der ganzen Stadt auf, wie es in einer Mitteilung des Stadtmagzins heisst. Sie suchten damit nach Gang-Mitgliedern. Wer hinter dem Flugblatt steckt, geht aus dem Text nicht auf den ersten Blick hervor. «Wir sind in der Stadt unterwegs [...] Wir stehen ein für Vielfalt, für eine Stadt für alle, für mehr Kompost und für mehr Velowege», so beschreibt sich die «Zürigang» darin.

«Dies trifft alles auch auf Tsüri.ch zu – wir stehen für diese Themen ein», sagt Kampagnenchefin Seraina Manser gemäss Mitteilung. Mit der Aktion wolle das Stadtmagazin den öffentlichen Raum einnehmen und die Leserinnen und Leser des Flugblattes zum Nachdenken und Lachen bringen. Zudem sollen mit der Aktion jene Leute angesprochen werden, die in der Stadt, aber beispielsweise nicht auf den sozialen Medien, unterwegs sind. «Ein modernes Stadtmagazin funktioniert nur mit einer aktiven Community – offline und online», begründet Seraina Manser die Aktion weiter.

Auf den Aushang reagierten gemäss Mitteilung ein Dutzend Menschen, darunter jemand aus Hamburg. Als Antwort auf die Mails verschickte die «Zürigang» ein Video, das die Beteiligten während der Aktion zeigt.

Auch «20 Minuten» und der «Tages-Anzeiger» bekundeten gemäss Tsüri.ch Interesse an einem Portrait über die Gang. Am Sonntag, 11. November outete sich das Onlinemagazin in einem Artikel als Urheber hinter der Aktion und bedankte sich bei den Leuten, die darauf reagiert haben für ihre kreativen Reaktionen auf das Flugblatt. (pd/maw)