Mit neuen Sendungen noch nicht zufrieden

Ueli Haldimann - SF-Chefredaktor kündigt Optimierungen an.

Die neuen Sendungen des Schweizer Fernsehens kommen nicht recht in die Gänge. Keines der vor Ostern gelaunchten Formate vermochte das breite Publikum bislang zu überzeugen. SF-Chefredaktor Ueli Haldimann hat nun in seinem Weblog erstmals zum Quotentief Stellung genommen -- und zeigt sich dort erstaunlich selbstkritisch. Er räumt ein, dass mehrere Sendungen "(noch) nicht auf die Publikumsresonanz gestossen sind", die man wünsche. Weiter seien "mehrere der neuen Formate auch inhaltlich und formal noch nicht dort", wo die SF-Macher sie haben wollen.

Dass "Einstein" sowie "Leben live" quotenmässig enttäuschen, überrascht Haldimann nicht. "Neue Sendungen haben es am Anfang immer schwer. Das Publikum muss sie erst kennen- und schätzen lernen", begründet er. Im Falle von "Einstein" möge es jedoch sein, dass man den Akzent bislang zu sehr auf den emotionalen und erlebnishaften Zugriff sowie auf populäre Themen gelegt habe. Dies will er nun korrigieren und den Nutzwert der Beiträge stärker betonen.

Im Falle von "Leben live", der Nachfolgesendung von "Quer", wäre es laut Haldimann trotz sinkender Quote falsch, jetzt gleich das ganze Konzept in Frage zu stellen. "Aber wir müssen schnell verschiedene Elemente überarbeiten", so Haldimann. Trotz eher bescheidenenen Quoten zufrieden ist Haldimann mit der Resonanz der Jungunternehmer-Sendung "Start up": "Das Feedback aus der Wirtschaft (und auch in der Presse) ist hervorragend." Die Sendung sei anspruchsvoll, weshalb er mit den Quoten zufrieden sei.