Mit Postkartenaktion gegen Missbrauch bei Urheberrechten

impressum - Forderungen zum internationalen Aktionstag "Stand up for Journalism".

Die Medienunternehmen sollen das Urheberrecht von Medienschaffenden respektieren. Dies fordert die Mediengewerkschaft impressum zum internationalen Aktionstag "Stand up for Journalism" von Morgen, Mittwoch mit einer Postkartenaktion. Journalisten und Pressefotografen hätten laut Gesetz sämtliche Urheberrechte an ihren Werken, schreibt impressum in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Sie könnten diese vertraglich abtreten. Das geschehe im Regelfall, indem mit einem Medium ein einmaliges Abdruckrecht gegen Entgelt vereinbart werde.

Vermehrt versuchten Medienunternehmen nun, die Urheberrechte auszuhebeln: Sie bezahlten den Medienschaffenden nur ein Entgelt für die einmalige Nutzung, verlangten aber in Rahmenverträgen die Abtretung sämtlicher Urheberrechte. Besonders für freischaffende Journalistinnen und Journalisten bedeute die fehlende Entschädigung für die "abgenötigten" Rechte eine massive Verschlechterung ihrer an sich schon kritischen Einkommenssituation.

Wehrten sich Freischaffende gegen solche Verträge, müssten sie damit rechnen, keine Aufträge mehr zu bekommen. Deshalb fordert impressum die Medienunternehmen auf, das Urheberrecht von Medienschaffenden zu respektieren und die erworbenen Nutzungsrechte angemessen zu entschädigen. (sda)