Mit Provokationen Die Welt ins Gespräch bringen

Roger Köppel - Kein weiterer Personalabbau geplant.

Roger Köppel, seit einem halben Jahr Chef der deutschen Tageszeitung Die Welt, versteht sich aufs Provozieren. Schon als Chef der Weltwoche eckte Köppel an -- meist mit dem Aufgreifen sensibler Themen, wie etwa der Ausländerpolitik. "Es war immer die Aufgabe der Zeitung, Dinge auszudrücken, die man nicht gerne hört“, begründet der 39-Jährige seine Einstellung jetzt gegenüber dem deutschen Medienmagazin Insight.

Dabei nimmt er in Kauf, dass seine Ansichten mitunter für "Verstörung“ sorgen. Gerne würde er mal dokumentieren, was Imame in deutschen Moscheen predigen oder hinterfragen, wie viele ausländische Kinder eine Schulklasse vertrage.

Dass Roger Köppel als Chefredaktor der Welt keinen leichten Job hat, zeigt bereits der "Personalverschleiss“, den der Axel Springer Verlag auf diesem Posten zu verzeichnen hat: Der Schweizer ist der vierte Chef innerhalb von sechs Jahren. Das Redaktionsteam wurde von 550 auf 350 Redaktoren dezimiert.