Vor Beginn der Generalversammlung von Tamedia haben am Freitagmorgen in Zürich rund 80 Mitarbeitende demonstriert. Sie forderten die Aktionäre des Medienkonzerns dazu auf, auf Dividenden zu verzichten. Stattdessen solle ins Unternehmen investiert werden.
Mit Transparenten, Fahnen und goldenen Schoggitalern als "Dividende" machten die Teilnehmenden - darunter auch eine Delegation aus der Westschweiz – auf ihre Anliegen aufmerksam. Zur Kundgebung aufgerufen hatten die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum.
"Ihnen das Plus, uns das Minus"
Während Tamedia plant, in den nächsten drei Jahren 62 Millionen Franken einzusparen, um die Effizienz zu steigern, will der Verwaltungsrat 42,4 Millionen Franken an die Aktionäre ausschütten. "Ihnen das Plus, uns das Minus", heisst es auf einem Flyer von Syndicom und Impressum. 50 Vollzeitstellen in Winterthur, Stäfa, Bülach und der Westschweiz seien vom Abbau bedroht.
Statt Dividenden auszuschütten sollte in Informationsqualität, Pressevielfalt und Arbeitsplätze in Redaktionen und Druckereien investiert werden. Die Dividendenausschüttung schwäche das Unternehmen. Eine Sprecherin forderte einen Marschhalt bei den Abbaumassnahmen, einen fairen Sozialplan und dass Tamedia zu einer Sozialpartnerschaft zurückkehrt, die diesen Namen auch verdiene. (sda)