Swissprinters informierte am 12. Oktober ihre Angestellten und die Presse darüber, dass per 30. Juni 2012 der Produktionsstandort St. Gallen geschlossen und für den Standort Schlieren ein Käufer gesucht wird (persoenlich.com berichtete). 250 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Gegen den Schliessungsentscheid regt sich insbesondere am Standort St. Gallen Widerstand. An zwei sehr gut besuchten Betriebsversammlungen und mit einer Demonstration am vergangenen Samstag durch die Innenstadt von St. Gallen brachten die Betroffenen unmissverständlich zum Ausdruck, dass für sie die Schliessung des Standortes St. Gallen in jeder Hinsicht unverständlich und nicht akzeptabel ist.
Ihrer Forderung nach dem Erhalt ihrer Arbeitsplätze verleihen die Betroffenen aus St. Gallen, unterstützt von der Gewerkschaft syndicom, mit einer Aktion am Dienstag, 1. November 2011 auch gegenüber dem Verwaltungsratspräsidenten von Ringier, Michael Ringier, Nachdruck. Ringier ist bei Swissprinters mit 58,8 Prozent Hauptaktionärin. Die übrigen Aktien halten NZZ (25,2 Prozent) und Tamedia (16 Prozent).
An der Veranstaltung vor dem Ringier Pressehaus in Zürich werden laut einer Mitteilung von syndicom Alain Carrupt, Copräsident der Gewerkschaft syndicom, Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes sowie zwei Betroffene des Produktionsstandortes St. Gallen Ansprachen halten. Ausserdem wird im Verlauf der Aktion ein offener Brief mit den Forderungen der Swissprinters-Angestellten von St. Gallen an Michael Ringier übergeben. (pd)