Moderatoren dürfen weiterhin Mundart sprechen

"Meteo" - UBI weist Beschwerde ab.

Die schweizerdeutsche Moderation in der Wettersendung "Meteo" auf Schweizer Fernsehen verletzt das Programmrecht nicht. Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat eine entsprechende Beschwerde abgewiesen.

Bis vor kurzem wurde die "Meteo" -Ausgabe nach der Hauptausstrahlung der "Tagesschau" noch auf Hochdeutsch moderiert. Nun erfolgen alle Moderationen von "Meteo" auf Schweizerdeutsch, d.h. im Dialekt der jeweiligen Moderatorin bzw. des jeweiligen Moderators. In einer Beschwerde an die UBI wurde moniert, Gebührenzahler, welche Mundart nicht verständen, würden dadurch ausgegrenzt.

Die UBI kam zum Schluss, dass kein die Sprach- und gar die Landesgrenzen übergreifendes Interesse an der Wettersendung besteht. Überdies seien die wesentlichen von "Meteo" vermittelten Informationen auch ohne weiteres für Zuseherinnen und Zuseher verständlich, welche die Moderation nicht verstehen. Praktisch alle vermittelten Informationen werden mit sachdienlichem und allgemein verständlichem Bildmaterial illustriert. Aus diesen Gründen verletzt die schweizerdeutsche Moderation bei "Meteo" kein Programmrecht.