Kolumnist Christoph Mörgeli macht in der aktuellen Weltwoche seinem Ärger über die SF-Soap "Lüthi & Blanc" Luft. "Linken Biedersinn pur" biete das Schweizer Fernsehen jeweils am Sonntag Abend zur besten Sendezeit, die Soap sei "Erziehungsfernsehen von der brachialsten Art". Der Verlauf des Drehbuchs folgt laut Mörgeli vorhersehbaren Mustern: "Das Böse kommt von rechts -- und endet im zarten Links."
Mörgeli sieht bei "Lüthi & Blanc" Günstlingswirtschaft am Werk: Die SF-Serie funktioniere vor allem als "hoch bezahltes Beschäftigungsprogramm für ausrangierte Theaterschauspieler". So werde der Rechtsradikale Urs Wicky von Manuel Loewensberg gespielt, dessen Vater Moritz Leuenberger sich dafür in einer Ansprache schon mal über die "Darstellung zweier Homosexueller in einer Schweizer Familienserie" freute.