In Deutschland tobt neben dem Kampf um die Fussball-Fernsehrechte noch ein weiterer: Die deutsche Fussball-Liga (DFL) will auch für die Radioübertragungen Gebühren erheben. Für Januar wurde eine Verfassungsklage angekündigt. Die Radiosender versuchen damit das Urteil des Bundesgerichtshofs zu umgehen. Dieser hatte im November beschlossen, dass Radiosender für die Berichterstattung aus dem Stadion bezahlen müssen.
Die ARD bezahlt bereits für die Rechte. Die Zahlungen sind in Rund- und Hörfunkrechte aufgeteilt. Wenn die Privatradios von Zahlungen befreit werden, ist die ARD die Verliererin. Sie würde weiterhin für ihre Live-Berichterstattung bezahlen, währen die Privaten gratis berichten dürften.
Sind die Fotografen die nächsten Opfer?
Die NZZ stellt sich in der Freitagsausgabe die Frage, ob der Kampf um Fussballrechte weiter ausgebaut wird. Fraglich ist auch die Rolle der Fotografen, die jetzt nur hinter dem Tor fotografieren dürfen. Offen sei, so die NZZ, wie sich eine Ausweitung auf die Schreibende Zunft auswirkte. Vor allem die Berichterstatter im Internet mit Live-Ticker könnten ins Visier der DFL gelangen.