Der Medienmogul und News-Corp-Chef Rupert Murdoch hat Google erneut attackiert. Der Konzernchef, der seit längerem eine angriffige Kampagne gegen den Suchmaschinenriesen fährt und Allianzen gegen diesen schmiedet, hat nun auch Konkurrenz-Zeitungsverlage dazu aufgefordert, "gegen Google aufzustehen". Die Zeitungen sollen die Suchmaschine boykottieren und ihre Inhalte nicht mehr gratis anzeigen lassen, so Murdoch.
Zuvor waren seitens News Corp bereits Begriffe wie "Tech-Bandwurm" oder "Internetvampir" gegenüber Google gefallen. Anfang März hatte Murdoch zudem angekündigt, gegen Google klagen zu wollen, sollten weiterhin Inhalte der News Corp in der Suche auftauchen und diese nicht finanziell abgegolten werden.
Murdoch verteidigte auch ein weiteres Mal seine Paid-Content-Pläne für diverse Zeitungen im Netz. "Wir werden Leute wie Google oder Microsoft oder wen auch immer davon abhalten, Geschichten von uns zum Nulltarif zu nehmen", so der Medienmogul gegenüber dem National Press Club in Washington. Google habe mit der Internetsuche einen Goldfluss aufgetan, aber die Inhalte seien hauptsächlich von Zeitungen genommen worden.
In Grossbritannien wird Murdoch mit seinen Blättern "Times" und "Sunday Times" ab Juni Online-Bezahlschranken einführen. Auch für die USA gibt es diverse Paid-Content-Pläne. Positiv äusserte sich Murdoch über das iPad, es handle sich dabei um ein "wundervolles Werkzeug". "Das könnte die Rettung der Zeitungsindustrie sein", glaubt der Medienmogul. (pte)