Amazon, der grösste Online-Händler der Welt, will Vorwürfen einer ARD-Dokumentation über den Umgang mit Leiharbeitern in Deutschland nachgehen. Dies berichtet kress.de. In dem Film "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" ist u.a. zu sehen, wie Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma die Leiharbeiter und das Film-Team bedrängen. "Auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde, prüfen wir derzeit selbstverständlich den von den Redakteuren gemachten Vorwurf bezüglich des Verhaltens des Sicherheitspersonals und werden umgehend geeignete Massnahmen einleiten", teilte Amazon am Donnerstag in München gegenüber dpa mit. Man dulde keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung.
In der ARD-Doku, die am 13. Februar 2013 um 22:45 Uhr zu sehen war, wird gezeigt, wie Amazon Deutschland für das Weihnachtsgeschäft "Wanderarbeiter aus dem Ausland" wirbt. Für viele Spanier sei der Ruf nach Deutschland in Zeiten der Eurokrise wie ein Lottogewinn, heißt es in dem Film. Was die Arbeiter tatsächlich erwarte, sei eine böse Überraschung: Nicht Amazon lege ihnen in Deutschland einen Vertrag vor, sondern eine Leiharbeitsfirma. Der ARD-Dokumentation von Diana Löbl und Peter Onneken zufolge, führe hier ein Sicherheitsdienst eine Regime, das auf Einschüchterung setze und immer wieder in die Privatsphäre der Arbeiter eindringe. Wer sich wehre, fliege fristlos raus.
Die Reaktionen auf die Doku sind heftig: In den sozialen Netzwerken fegt der Shitstorm über Amazon hinweg. Vor allem die Facebook-Community-Manager von Amazon.de haben alle Hände voll zu tun. (kress.de)
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