Der deutsche Verleger Hubert Burda hat eine Regelung für seine Nachfolge gefunden. Der 69-Jährige ernennt seinen bisherigen Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen ab 1. Januar 2010 zum neuen Vorstandsvorsitzenden von Hubert Burda Media. Wie der deutsche Brachendienst Kress.de berichtet, bestätigte das Verlagshaus am Donnerstagmorgen eine entsprechende Meldung der "FAZ". Hubert Burda bleibe als geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter im Unternehmen und werde auch in den nächsten Jahren die Strategie des Hauses bestimmen, heisst es.
Der 52-jährige Kallen ist seit 1996 bei Burda beschäftigt, und seit zehn Jahren im Vorstand. Nach dem Ausscheiden des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Todenhöfer im vergangenen Jahr übernahm zusätzlich zu Technologie-Sektor die Oberaufsicht über Finanzen, Direktmarketing, Ausland und Druck. Auch die Internet-Beteiligungen fallen in seinen Beritt. Erste Bekanntschaft mit Burda machte der Volkswirtschaftler als junger Berater bei McKinsey.
Erst im November hatte das Verlagshaus die Nachfolge von Vorstandsmitglied und "Focus" Chefredakteur Helmut Markwort geregelt: Seine Aufgaben als "Focus"-Chef übernimmt spätestens im September 2010 Wolfram Weimer, sein Verlagsbereich wird dem Kompetenzbereich Vorstand Philipp Welte zugeschlagen. Dem Vorstand gehören dann neben Welte und Burda weiterhin Robert Schweizer und Holger Eckstein an.
Hubert Burda wolle auch nach dem 1. Januar 2010 seine verlegerische und unternehmerische Richtlinienkompetenz wie bisher aktiv und in vollen Umfang wahrnehmen, heisst es in der Meldung der "FAZ". Zu Burda Media gehören neben dem Nachrichtenmagazin "Focus" unter anderem Zeitschriften wie der deutsche "Playboy", das Computerfachblatt "Chip", "Bunte" oder "Freundin". Insgesamt verfügt der Verlag mit rund 7000 Mitarbeitern über ein Portfolio von 260 Zeitschriften in 27 Ländern.