Nadja Ehrbar verlässt den Journalismus

Reformiert - Nach 20 Jahren bei verschiedenen Medien wechselt die 54-Jährige zum Schweizerischen Arbeiterhilfswerk.

«Das war's», schreibt Nadja Ehrbar auf ihrem LinkedIn-Profil. Nach fast 20 Jahren im Journalismus wende sie sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu: «Ich werde beim Schweizerischen Arbeitshilfswerk Migrantinnen helfen, eine neue Stelle zu finden.» Per 1. Mai startet sie als Bewerbungssupporterin. Auf Anfrage von persoenlich.com sagt Ehrbar: «Mich reizt, dass ich weiterhin mit Menschen zu tun haben werde, die ich auf ihrem Lebensweg ein Stück weiterbringen kann, was ich als sehr sinnstiftend empfinde.»

Die Arbeit als Journalistin habe Ehrbar viele sehr spannende Einblicke in Themen gewährt, von denen sie nichts wusste. «Sie hat mich aber oft auch sehr viel Energie gekostet», so die 54-Jährige auf LinkedIn. «Ich habe meinen Job sehr gerne gemacht. Ich bin aber je länger je weniger für den ständigen Druck gemacht, ebenso wenig für die Ungewissheit, ob und wie lange es die Stelle noch geben wird», sagte Ehrbar zu persoenlich.com. Beim Medium Reformiert habe sie sich diesbezüglich jedoch «recht sicher» gefühlt.

Den Einstieg in den Journalismus machte Ehrbar 2005 als Redaktorin beim Anzeiger der Stadt Kloten. Ein Jahr später übernahm sie die Redaktionsleitung. Ab 2007 war Ehrbar beim Landboten in Winterthur tätig, seit 2021 als Redaktorin bei Reformiert. (cbe)