Ulrich Tilgner hat seinen Vertrag als Leiter des ZDF-Büros in Teheran und ZDF-Sonderkorrespondent für den Nahen und Mittleren Osten nicht verlängert. Er wird ab 1. April hauptsächlich für das Schweizer Fernsehen berichten. Er begründet seinen Schritt gegenüber dem Migros-Magazin damit, dass er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt, "gerade auch was die Berichterstattung aus Afghanistan angeht, jetzt, wo dort deutsche Soldaten sterben".
Es gebe Bündnisrücksichten, die sich in der redaktionellen Unabhängigkeit der Sender widerspiegelten. Gleichzeitig werde Politik immer mehr in Nischen verdrängt. "In der Schweiz hingegen sind Sendungen wie 'Tagesschau' oder '10vor10' Institutionen." Dort habe er noch keine Eingriffe in seine Arbeit erlebt.