Namenstreit findet ein Ende

Radio 1 - Berliner Sender RadioEins gibt klein bei.

Der Berliner Sender RadioEins hat im Namensstreit mit Radio 1 klein beigegeben. Der Radiosender wollte Roger Schawinski den Gebrauch des Sendernamens sowie des Slogans "Nur für Erwachsene" untersagen, weil der Schweizer Sender übers Internet auch in Deutschland empfangbar ist. Der vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) betriebene Sender RadioEins wirbt unter anderem mit demselben Werbespruch wie Schawinski in der Schweiz.

Mehrfach wurde von Radio 1 gefordert, sowohl den Namen als auch den Claim "Nur für Erwachsene" zu ändern. Es wurde sogar angedroht, die Sache vor Gericht zu ziehen. Diese beiden Forderungen wurden, wie heute Radio 1 mitteilt, fallen gelassen.

In Berlin ist man offensichtlich zum Schluss gekommen, dass ein Verfahren vor Gericht wenig Chancen hat. In Europa gibt es über ein Dutzend Sender, die den Namen Radio 1 führen. Wie Radio 1 in einer Mitteilung schreibt, sei am Schluss noch moniert worden, dass im Internet eine Verwechslungsgefahr bestehe, obwohl sich die Schreibweisen der beiden Sender unterscheiden.

Im Rahmen eines Redesigns hat Radio 1 den Senderstandort Zürich vor kurzem deutlicher hervorgehoben. Daraufhin hat RadioEins die Sache einschlafen lassen. Roger Schawinski: "Der Streit war von Beginn weg ohne jede Substanz. Der Ausgang dieses Hornberger Schiessens mithilfe von Gebührengeldern überrascht mich in keiner Weise."