Die Volksmusiksendungen von Radio DRS sollen erst dann ins Digitalradio (DAB) verschoben werden, wenn die digitale Verbreitung landesweit gesichert ist. Das fordert die Fernmeldekommission (KVF) des Nationalrates von der SRG.
Der Beschluss der SRG, die Volksmusik von DRS 1 ab Februar 2008 auf die DRS "Musigwälle" zu verschieben und dieses Programm ab 2009 nur noch via Kabel, Internet und DAB zu verbreiten, hatte heftige Reaktionen ausgelöst. Die KVF lud deshalb SRG-Generaldirektor Armin Walpen und Direktor Walter Rüegg von Schweizer Radio DRS zu einer Aussprache ein.
Laut KVF begründeten die Verantwortlichen ihren Entscheid am Dienstag damit, die Programmgestaltung dem individualisierten Hörerverhalten anzupassen und vermehrt auf Spartensender zu setzen. Die Kommission stimmte in diesem Sinne einer Konzentration der Volksmusik auf die "Musigwälle" zu, falls dies zu einem effektiven Ausbau des Volksmusikangebotes führe.
Die KVF nahm zur Kenntnis, dass nach der Schliessung des Mittelwellensenders Beromünster Ende 2008 alternative Übertragungsmöglichkeiten zum Zuge kommen müssen. Sie forderte die SRG aber auf, das Programm der "Musigwälle" erst dann nur noch digital zu übertragen, wenn die Verbreitung von DAB landesweit gewährleistet ist.
Radio DRS wollte am Dienstag noch keinen Kommentar abgeben. Da noch keine Details aus der KVF vorlägen, könne man noch nicht Stellung nehmen, sagte Sprecher Andreas Notter auf Anfrage. Wisse man mehr, werde man das weitere Vorgehen beraten. (sda)