Am 2. März 2005 hat Ständerat M. Carlo Schmid-Sutter (CVP/AI) einen Antrag deponiert, der die Interessenbindungen von Medienschaffenden im audiovisuellen Bereich systematisch offen legen soll. Impressum, der Verband Schweizer JournalistInnen, sieht darin einen Versuch ist, unter dem Deckmantel der Transparenz Medienschaffende einzuschüchtern.
Mit seinem Vorschlag zur "Fichierung von Medienschaffenden verlange Ständerat M. Carlo Schmid-Sutter, dass mit der Totalrevision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG) ein Register eingeführt werde, um die persönlichen Daten von Medienschaffenden, die für gesetzlich geregelte Programmanstalten arbeiten, systematisch zu veröffentlichen.
Dabei gehe es namentlich um "ihre Mitgliedschaft in politischen Parteien, Arbeitnehmer und Arbeitgeber und anderen wirtschaftspolitischen Organisationen sowie ideellen Organisationen, denen Beschwerderechte nach einem Bundesgesetz zustehen. Der Parlamentarier wolle gar die Ehegatten bzw. Lebenspartner der Medienschaffenden in gleicher Weise registrieren lassen.
Die vorgeschlagene Massnahme ist gemäss impressum nicht nur unverhältnismässig, sondern auch unnötig, denn die Journalistinnen und Journalisten befolgen seit Jahren Regeln der beruflichen Ethik, die weiter gehen und effizienter sind als die vorgeschlagene gesetzliche Regelung und durch unabhängige Organe durchgesetzt werden.
Die "Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten verlange von den Medienschafenden bereits heute, dass sie Interessenkonflikte vermeiden und die Tatsachenberichte strikt von den Kommentaren trennen. impressum verlangt deshalb, "dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ohne Zögern diesen gefährlichen und der Zensur nahestehenden Vorschlag zurückweisen".