Neue App dank Stundentausch

WOZ - Die Wochenzeitung hat ihre Smartphone-Ausgabe von Grund auf umprogrammiert. Die Arbeitsstunden dafür leistete die linke deutsche Tageszeitung ND, als Gegenleistung für frühere Hilfe. Die Artikel lassen sich nun auch vorlesen.

Die bisherige Anwendung war rund zehn Jahre alt. Sie habe gewissen technischen Anforderungen von Apple auf Dauer nicht mehr genügt, schreibt die WOZ in einer Mitteilung. Zuletzt sei das Risiko gestiegen, dass die App aus dem Store entfernt werde.

Als ND vor einigen Jahren eine neue App entwickelte, steuerte Cyril Müller von der WOZ 200 Arbeitsstunden bei. Nun hat das Team aus Berlin im Gegenzug ebenfalls 200 Stunden für die WOZ geleistet. Beide Seiten bauten auf den damals gemeinsam programmierten Grundlagen auf. Nur so habe man das Projekt «trotz beschränkter Ressourcen in nützlicher Frist» umsetzen können, heisst es in der Mitteilung.

Abonnentinnen und Abonnenten können sich einzelne Artikel oder die ganze Ausgabe am Stück abspielen lassen. Die Vorlesefunktion gilt auch für die Inhalte aus dem Magazin «wobei» und aus der Monatszeitung Le Monde diplomatique. Ob die Texte von einer synthetischen Stimme gelesen werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Als wichtigste Änderung bezeichnet die WOZ allerdings die technische Basis. Weil die App komplett neu programmiert sei, lasse sie sich künftig einfacher weiterentwickeln. Zudem erwartet die Zeitung weniger Aufwand bei der Softwarewartung und bei der wöchentlichen Produktion.

Die App ist im App Store und bei Google Play erhältlich. Wer kein Abo hat, erhält in der App einen kostenlosen Probezugang für zwei Wochen. (pd/cbe)