Die Aargauer Zeitung und ihre Schwesterpublikationen aus dem Hause CH Media haben seit Anfang September eine neue App. Diese vereint sowohl die Onlinenews als auch das E-Paper in einer Anwendung. Damit erhalten die Abonnentinnen und Abonnenten einen einfacheren Zugriff auf alle Inhalte.
Einfacher? Nicht unbedingt. Wer die App öffnet, merkt, dass die neueste E-Paper-Ausgabe nicht automatisch aufgeladen wird. Dafür muss der User den E-Paper-Bereich verlassen und dann zurückkommen.
Ausserdem ist das Lesen des E-Papers offline erschwert. Bisher reichte es, die Ausgabe zu öffnen, um diese später ohne Internetverbindung noch durchblättern zu können. Neu muss die Ausgabe auf das Gerät heruntergeladen werden. Dabei erscheint eine Box, die die Leserschaft darauf aufmerksam macht, dass das Dokument nur für den Eigenbedarf bestimmt ist. Das Ganze erfordert ein paar mehr Klicks und Speicherplatz auf dem Gerät.
Verbesserungen geplant
Auch das Layout lässt zu wünschen übrig. Die E-Paper-Seiten werden im Hochformat getrennt dargestellt. Der Abstand zwischen den Seiten ist vor allem dann störend, wenn ein Artikel in der Mitte einer Doppelseite platziert ist und der Titel abgeschnitten ist. Das Problem besteht auf dem Desktop nicht.
Wie die neue App bei den Abonnenten ankommt, ist unklar. Bei der Meldung «in eigener Sache», in der die neue App vorgestellt wird, wurde die Kommentarfunktion nicht aktiviert. Angefragt, schreibt die Medienstelle von CH Media, dass diese aus Kapazitätsgründen nur bei zahlungspflichtigen Artikeln freigeschaltet wird.
Zu den Reaktionen aus der Leserschaft bemerkt sie bloss: «Jede Umstellung erfordert einzelne Anpassungen.» Die App werde kontinuierlich weiterentwickelt und Verbesserungen seien kurzfristig geplant, betont die Medienstelle weiter. So wurde das Problem der automatischen Aktualisierung erkannt. Designanpassungen seien ebenfalls vorgesehen.