Der Telekommunikationskonzern Swisscom hat am Montag seine neue Auskunftsnummer 1811 in Betrieb genommen. Das sofortige Aus für die bewährte 111 bedeutet das aber noch nicht. Bis Ende 2006 werden die neue und die alte Nummer parallel betrieben. Am 31. Dezember werden die 111 und die internationalen Auskunftsdienste mit den Nummern 1151, 1152, 1153, 1154 und 1159 eingestellt, wie Swisscom Fixnet am Montag mitteilte. Die neue Nummer 1811 ist aus allen Netzen zugänglich und kann von allen Mobil- und Festnetzkunden in der Schweiz angewählt werden.
Über 1811 sind die nationale und neu auch die Ausland-Auskunft erreichbar. Änderungen der Preise für Auskünfte sind nach Angaben einer Swisscom-Sprecherin nicht vorgesehen. Die neue Nummer wurde nötig, nachdem der Bundesrat im Zug der Liberalisierung beschloss, die heutigen Auskunftsnummern Ende 2006 einzustellen.
Seit Anfang 2001 können auch Swisscom-Konkurrenten telefonische Auskunftsdienste anbieten. Nach Angaben des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) sind neben Swisscom zurzeit zehn Nummern in Betrieb. Drei weitere Nummern sind bereits zugeteilt, aber noch nicht erreichbar.
Auch andere Anbieter mit neuen Nummern
Bisher hatten auch andere Anbieter den Auskunftsdienst unter der Nummer 111 geschaltet. Auch bei ihnen ist Ende Jahr damit Schluss. Die neuen Nummern mit der "18" am Anfang wurden zugelost, wie es beim BAKOM hiess. Sunrise gibt unter 1899 Auskunft, Orange durch die Firma Conduit unter 1850, Cablecom unter 1848 und Tele2 unter 1802. Wie BAKOM-Sprecher Bernhard Bürki ausführte, müssen Anbieter nicht nur in ausreichende Datensätze investieren, sondern den Dienst auch in allen drei Landessprachen anbieten, mindestens 3 Millionen Anrufe pro Jahr generieren, die zugeteilte Nummer 12 Monate nach Erhalt in Betrieb setzen und ihre Preise bekannt geben.