Neue Sparmassnahmen treffen Redaktion, Verlag und Informatik

BaZ - Auch Entlassungen seien geplant.

Die "Basler Zeitung" steht vor einer neuen Sparrunde. Wie OnlineReports am Freitag schreibt, wird es in absehbarer Zeit zu weiteren Entlassungen in der Redaktion kommen wird, um Personalkosten zu senken. Die genaue Zahl der Kündigungen stehe noch nicht fest. Ausserdem sollen die Honorare für Freie Mitarbeitende, die schon in früheren Sparrunden reduziert wurden, weiter gesenkt werden.

Geplant sei auch, die ferienbedingte Ausdünnung des Seitenvolumens nach dem Sommerurlaub beizubehalten. Dadurch sollen Personal- wie auch Druckkosten abgebaut werden. Welche Ressorts von der Seitenreduktion betroffen sind, steht noch nicht im Detail fest. Die Redaktion sei seit Jahresbeginn "klar im Budget gelegen", doch seien weitere Kostensenkungen unumgänglich, sagte eine Quelle zu OnlineReports. Der Abbau habe "mit dem nochmaligen drastischen Einbruch bei den Inserate-Einnahmen zu tun, der die gesamte Zeitungsbranche belastet".

Sparen bei Redaktion, Verlag und Informatik
Nach den OnlineReports-Informationen muss nicht nur die Redaktion weiter sparen, sondern das gesamte inzwischen am Aeschenplatz konzentrierte Unternehmen der "Basler Zeitung nackt". Also auch der Verlag und in die Informatik. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die "Basler Zeitung" zu Jahresende eine schwarze Null schreibt, wie es CEO Rolf Bollmann diese Woche gegenüber OnlineReports angekündigt hatte.

Bollmann erklärte am Freitag gegenüber OnlineReports die "Kostenoptimierungen" seien eine "reine Vorsichtsmassnahme". Er habe seinen fünf Bereichsleitern – Chefredaktion, Verlag, Finanzen, Personal und Birkhäuser – den Auftrag erteilt, Vorschläge auszuarbeiten. Es handle sich "um gar nichts Dramatisches". Aber der Anzeigenmarkt in der Schweiz entwickle sich generell "viel schlechter als angenommen". Da sei es seine Aufgabe, "rechtzeitig Sparmöglichkeiten zu sondieren". In den nächsten zwei Wochen werde über die Massnahmen entschieden. (onlinereports)