Neue Strategie soll Zeitung retten

"Giornale del Popolo" - Will enger mit dem "Corriere del Ticino" zusammenarbeiten.

Eine neue Strategie soll die Zukunft der katholischen Tessiner Tageszeitung "Giornale del Popolo" sichern. Das Blatt, das zu 51 Prozent dem Bistum Lugano gehört, will logistisch enger mit dem "Corriere del Ticino" zusammenarbeiten, wie am Mittwoch in einem Communiqué mitgeteilt wurde. Über die TImedia Holding ist der "Corriere" bereits anteilig am "Giornale" (GDP) beteiligt. Die Redaktionen arbeiten aber unabhängig voneinander.

Das soll auch in Zukunft so bleiben, wie aus einem Communiqué der Verlage hervorgeht. Für die Inhalte des GDP und die Benennung des Chefredaktors bleibe weiterhin der Bischof von Lugano verantwortlich. Die katholische Tageszeitung leide unter finanziellen Problemen, hiess es. Dies sei vor allem auf den starken Rückgang von Werbeinseraten zurückzuführen.

Die Regionalredaktionen der beiden Tageszeitungen sollen in Zukunft logistisch zusammengelegt werden. Das "Giornale" soll die Möglichkeit erhalten, in bestimmten Fällen auf redaktionelle Inhalte des "Corriere" zurückgreifen zu können. Die Redaktionssysteme beider Zeitungen würden vereinheitlicht, heisst es im Communiqué weiter. Der Abbau von Personal bei der katholischen Tageszeitung sei nötig. Nach Möglichkeit solle dies aber über natürliche Fluktuation erfolgen. Nach Pensionierungen oder freiwilligen Wechseln würden Stellen nicht mehr besetzt. (sda)