Am 5. Dezember 2005 um 19.30 Uhr erwartet den Zuschauer auf SF 1 eine neue "Tagesschau" mit neuem Signet und neuer Dramaturgie. Dies verspricht SF DRS-Chefredaktor Ueli Haldimann im Interview mit der Schweizer Illustrierten (SI). Auf der Strategieebene wolle man SF 2 stärken und als Ereigniskanal positionieren. Als ein Zeichen dafür werde "Traumjob" auf diesem Kanal ausgestrahlt.
Zurzeit wird bei SF DRS ein neues Newsstudio gebaut, das gemäss Haldimann im Herbst bereit ist. Die "Tagesschau" werde mit der neuen Dramaturgie schneller und werde zur integrierten Sendung. Das bedeute eine Abkehr vom Konzept "Moderation -- Filmbeitrag -- Moderation -- Filmbeitrag". Moderation und Einspieler würden miteinander verwoben, es gebe mehr erklärende Grafiken und Karten.
Mit dem neuen Studio werden "Tageschau" und "10vor10" optisch neu daher kommen. Der Auftrag sei aber immer noch derselbe. Die "Tagesschau" gebe den schnellen Überblick über das Tagesgeschehen. "10vor10" solle die wichtigsten Ereignisse reportagemässig, analytisch oder in Form eines Gesprächs vertiefen.
SF 2 als Ereigniskanal für die aktive Generation
Für SF DRS Chefredaktor Ueli Haldimann ist der Reality-Boom vorbei -- trotz viel mehr Sex bei "Big Brother". "Menschenverachtende Formate wird SF DRS nie zeigen", sagt er in der SI. "Big Brother" sei nie in Frage gekommen. Das Schweizer Fernsehen sei dort dabei, wo eine Sendung mit Erkenntnisgewinn verbunden sei. Als Beispiele nennt er "Sahlenweidli" und "Traumjob".