Neue Website und altbewährte Strategie

Jungfrau Zeitung - Zeitungs-News werden zuerst im Web publiziert.

Am 1. Oktober 2006 hat die Gossweiler Media AG einen umfassenden Relaunch von www.jungfrau-zeitung.ch aufgeschaltet. Der kostenlose Internet-Dienst wird mittlerweile von rund 30'000 Benutzern in Anspruch genommen. 25'000 davon nutzen den sogenannten Web-Ausdruck-Heimlieferservice. Zwei Mal pro Woche werden sämtliche Inhalte der Webplattform aufbereitet, gedruckt und den Abonnentinnen und Abonnenten nach Hause geschickt.

Diese auf den ersten Blick wie eine klassische Zeitung aussehende Anwendung konnte in den vergangenen zwölf Monaten sowohl den Werbe- als auch den Aboertrag steigern. Mittlerweile generiere die Jungfrau Zeitung 40 Prozent mehr Nettoertrag bei der Werbung als im ersten Betriebsjahr vor fünf Jahren, heisst es in einer Mitteilung.

Schneller als New York Times

Das multimediale Publishingsystem G-OS (eine Eigenentwicklung der Gossweiler Media AG) ist per 1. Oktober mit umfangreichen Zusatzdiensten bestückt worden. "Neu wird auch die Printausgabe vollumfänglich über G-OS gesteuert", so Entwicklungsleiter Oliver Brodwolf. "Angaben zu Umfang, Farbe und Druckauflage sowie der Lay-Out-Prozess erfolgen nun via Webbrowser".

Damit werde die klassische Zeitung bereits heute so produziert, wie dies in Zukunft im Zeitalter von E-Paper der Fall sein wird. "Geschichten werden immer zuerst im Web aufgeschalten und nicht künstlich zurückbehalten bis zum Erscheinungstermin der gedruckten Ausgabe", erklärt Chefredaktor Samuel Günter in der Mitteilung. Die Jungfrau Zeitung ist der Pionier bei dieser "Web first"-Strategie. Mittlerweile seien aber auch der Londoner Guardian und die New York Times dazu übergegangen.

Die neue Website: