Die SRG Ostschweiz hat Verständnis für eine allfällige Erhöhung der Radio- und TV-Gebühren. Allerdings fordert sie einen neuen Schlüssel für die Verteilung der Gebühren. Das Tessin und die Romandie profitierten derzeit unverhältnismässig.
Der Leitungsausschuss der SRG idée suisse Ostschweiz reagierte am Dienstag mit seiner Forderung auf Äusserungen von SRG-Direktor Armin Walpen Ende vergangenen Jahres gegenüber Medien, wonach er erwäge, im Sommer 2005 dem Bundesrat eine Erhöhung der Gebühren zu beantragen. Die letzte effektive Erhöhung hatte 2000 stattgefunden.
Sorgen bereiten Walpen neue Geräte, mit denen die Zuschauer künftig Werbeblöcke ausblenden könnten. Das führte zu tieferen Preisen bei den Werbespots. Die SRG Ostschweiz nimmt dieses Problem ernst und reagiert mit Verständnis auf eine Gebührenerhöhung, wie in einem Communiqué mitgeteilt wurde -- allerdings mit Vorbehalten.
Die SRG Ostschweiz fordert mehr finanzielle Mittel für die Berichterstattung in der Deutschschweiz ausserhalb der Agglomerationen. Im Verhältnis zum Tessin und zur Westschweiz sei die Ostschweiz krass benachteiligt. 23 Prozent der Gebührengelder flössen ins Tessin, 32 Prozent in die französischsprachige Schweiz.