Neuer Chef

"Tagblatt der Stadt Zürich" - Andy Fischer von "20Minuten" eingewechselt.

Andy Fischer übernimmt ab 1. Februar 2012 die Aufgaben als Chefredaktor und Geschäfts­führer des "Tagblatts der Stadt Zürich". Er tritt die Nachfolge von Markus Hegglin an, der aus gesundheitlichen Gründen auf diesen Zeitpunkt zurücktreten wird. Markus Hegglin wird in Zukunft auf Mandatsbasis beim Medienhaus Tamedia verschiedene Projekte betreuen. Der 45-jährige Andy Fischer war in den letzten 20 Jahren für Radios und Printmedien tätig. Nach Stationen bei Radio Zürisee und Radio Z, wo er als Chefreporter und stellvertretender Chefredaktor amtete, arbeitete er ab 2001 für "20 Minuten", erst als Leiter des Ressorts Zürich und ab 2004 als stellvertretender Chefredaktor. Als Mann fast erster Stunde der Pendlerzeitung ist Andy Fischer für die Erfolgsgeschichte von 20 Minuten mitverantwortlich. In seiner langjährigen Medienkarriere konnte er seine Fähigkeiten als Teamplayer und Motivator unter Beweis stellen. Über seinen Wechsel zum "Tagblatt" spricht er im Kurzinterview auf persoenlich.com:

Andy Fischer, mit welchen Gefühlen wechseln Sie die Zeitung?

Nach zehn Jahren 20 Minuten ist das für mich eine sehr emotionale Sache. Ich habe gerne hier gearbeitet, hatte tolle Chefs und tolle Kollegen. Aber nichts ist beständiger als die Veränderung. Und als ich heute den neuen Kollegen vorgestellt wurde, hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Ich wechsle also mit dem berühmten lachenden und weinenden Auge.

"20 Minuten" ist ein grosser Erfolg. Warum wechseln Sie überhaupt?

Die Stelle beim "Tagblatt" ist für mich eine grosse Herausforderung. Als Geschäftsführer und Chefredaktor kann ich viel Neues lernen. Ausserdem ist auch das "Tagblatt" ein Erfolg - und es erscheint in der grössten und besten Stadt der Schweiz. Ich freue mich auf das kleine Team und die grosse Herausforderung.

Welche Erfahrung aus Ihrer Arbeit bei der Pendlerzeitung "20Minuten" möchten Sie beim "Tagblatt der Stadt Zürich" einbringen?

Das wird sich nach meinem Stellenantritt zeigen. Aber meine Erfahrungen, die ich bei "20 Minuten" und vorher bei Radio Z gesammelt habe, werden bestimmt hilfreich sein.

Was wollen Sie verändern und besser machen?

Eine Zeitung ist der ständigen Veränderung unterworfen. Markus Hegglin leistet mit seinem Team hervorragende Arbeit. Ich versuche, diese Arbeit fortzusetzen.

Was macht das Tagblatt heute schon gut.

Ganz allgemein: Ein guter Themenmix und gut geschriebene Artikel.

Das "Tagblatt" gehört der Tamedia und NZZ. Ist es schwierig, beiden Verlagshäusern gerecht zu werden? Haben Sie Respekt davor?

Respekt habe ich natürlich - wie vor jeder neuen Aufgabe - aber mehr nicht. Schliesslich wollen beide Verlagshäuser dasselbe für das Tagblatt: es soll eine gute und erfolgreiche Zeitung sein.

Interview: Christine Schnyder