Der neue Morgen auf DRS1 überzeugt die Programmkommission SRG idée suisse BERN Friburg Wallis (RGB) nicht. Ihrer Meinung nach wird die neue Lösung den Hörerbedürfnissen nicht gerecht. Erfreulich sei, dass es gelungen sei, die Qualität der sprachregionalen und regionalen Informationen ins neue Programm "hinüberzuretten.
Mit der neuen Programmgestaltung wollte DRS1 der Tatsache Rechnung tragen, dass die Hörerinnen und Hörer gemäss den Forschungsergebnissen am Morgen nur noch eine halbe Stunde Radio hören. Mit dem auf die ganzen und halben Stunden ausgerichteten "Taktfahrplan wird dieses Ziel nach Meinung der Programmkommission der RGB aber eindeutig verfehlt. Wer heute umfassend über das Geschehen im Aus- und Inland und in der Region informiert sein will, muss rund Dreiviertelstunden Radio hören. Dies im Gegensatz zur alten Lösung, bei der man sich innerhalb 20 Minuten ins Bild setzen konnte.
Die Programmkommission ist überzeugt, dass es andere Lösungen als den "unechten Taktfahrplan" gegeben hätte, um die Schwächen des alten Modells auszumerzen. Was die regionale Information in den einzelnen Sendungen betrifft, beurteilt die Programmkommission RGB die Ausgaben um die halbe Stunde mehrheitlich positiv. Eine Kommissionsminderheit kann sich aber nach wir vor nicht damit abfinden, dass die "Marke Regionaljournal" aufgegeben wurde und den Regionalinformationen Meldungen aus dem Aus- und Inland vorangestellt werden.
Dass die Verkehrsmeldungen schon nach wenigen Ausgaben hinter das "Regionaljournal" platziert wurden, wird von der Kommission begrüsst. Sie ist allerdings der Meinung, dass derartige Korrekturen innerhalb des "laufenden Programms" vermieden werden könnten, wenn man sich für die Einführung von Neuerungen mehr Zeit nehmen würde. Recht weit auseinander gehen die Meinungen innerhalb der Kommission in Bezug auf das "Kurz-Regionaljournal" nach acht Uhr.
Während die Einen in dieser Sendung eine willkommene Ergänzung sehen, finden sie die Andern überflüssig. Einig sind sich die Kommissionsmitglieder jedoch darin, dass die Informationen um acht Uhr kompakter sein müssen und das kurze Regionaljournal auf alle Fälle nicht noch durch eine Musikeinspielung abgetrennt werden soll.