Neuer Kommentator bekannt

SSF - Markus Hubacher gewinnt Casting-Show.

Der Gewinner der Casting-Show "Einer wie Beni Thurnheer" steht fest: Es ist Markus Hubacher (23) aus Jegenstorf (BE). Dieser musste mit seinem letzten Konkurrenten Mike Bucher das Challenge League Spiel FC Aarau gegen FC Chiasso live im Schweizer Sportfernsehen kommentieren. Damit überzeugte er nicht nur die Juroren, SSF-Programmleiterin Claudia Lässer und Sportmoderationslegende Beni Thurnheer, sondern auch die Zuschauer: Diese konnten als drittes Jurymitglied nach der ersten Halbzeit per Telefon abstimmen. Markus Hubacher setzte sich gegen 1‘500 Bewerber durch, die sich seit dem Aufruf zum Casting im Oktober beworben hatten. Welches die grösste Herausforderung wird und wie er sich über den Erfolg freut, wollte "persoenlich.com" vom Sieger Markus Hubacher wissen:

Markus Hubacher - Sie haben alle ausgestochen - wie fühlt sich das an?

Es ist ein super Gefühl. Bereits die Klassierung unter den Top11 war super, jetzt zu gewinnen ist genial!

Sie sollen "Einer wie Beni Thurnheer" sein. Eine hohe Messlatte gleich zum Start; macht Ihnen dieser Vergleich nicht Angst?

Ja und nein. Ich werde ja unter anderem von Beni unterstützt und kann mich so mit langsamen Schritten heran tasten. Ein direkter Vergleich zwischen zwei Kommentatoren würde ich nie machen. Jeder hat seine Eigenschaften. Zudem stehe ich ja erst am Anfang einer möglichen Karriere. Ich schaue, was kommt und versuche so viel wie möglich zu lernen.

Was ist für Sie die grösste Herausforderung am neuen Job?

Es gibt sehr viele Herausforderungen. Wichtig wird die gute Vorbereitung vor den einzelnen Spielen sein. Die Mannschaften und Spieler zu kennen ist eine Voraussetzung fürs erfolgreiche Kommentieren.

Welches wird ihr Traumspiel als Sportkommentator sein?

Da gibt es diverse Möglichkeiten. Ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft wäre sicher ein absolutes Highlight. Aber jetzt kommt zuerst die Challenge League.

Wie behandeln Sie Lampenfieber?

Durch gute Vorbereitung kann man das Lampenfieber bereits vorgängig senken. Jedoch eine gewisse Nervosität bleibt sicher immer unmittelbar vor einem Spiel.

Was arbeiten Sie heute?

Aktuell arbeite ich als Kundenberater bei einer regionalen Zeitung. Ich werde diesen Job weiterhin mit vollem Engagement ausführen. Jedoch werde ich zusätzlich die Möglichkeit erhalten, erste Erfahrungen als Kommentator zu machen. Start beim SSF ist bereits in den kommenden Wochen.

Was haben Sie früher gemacht?

Ich habe eine Lehre als Kaufmann abgeschlossen und anschliessend drei Jahre auf diesem Beruf gearbeitet und vor ca. einem Jahr in den Verkauf gewechselt.

Vor allem einer zeigt sich über die Wahl von Markus Hubacher erfreut: Beni Thurnheer. Dieser hatte sich selber vor 37 Jahren auch bei einem Sportmoderatoren-Casting beworben und weiss, was auf den Newcomer zukommt: "Er darf sich nun auf keinen Fall zurücklehnen, muss noch viel lernen und sich auch weiterentwickeln - dafür braucht es eiserne Disziplin und Leidenschaft in der täglichen Arbeit."

SSF-Programmleiterin Claudia Lässer wird sich in den nächsten Tagen mit Markus Hubacher zusammensetzen um seine Zukunft beim Schweizer Sportfernsehen zu besprechen. Auch sie ist zufrieden über die Entscheidung: "Ich bin fest davon überzeugt, dass er das Schweizer Sportfernsehen bereichern wird. Wir freuen uns auf seinen ersten Einsatz hinter dem Mikrofon."

Interview: Christine Schnyder