Ab sofort stösst Matthias Daum zur Schweizer Ausgabe der "Zeit". Der 31-jährige Journalist aus Zürich wird als Autor und Produzent im 40-Prozent-Pensum tätig sein. Damit verstärkt "Die Zeit" ihre Schweiz-Berichterstattung. Die Schweizer Ausgabe von "Die Zeit" startete im Dezember 2008 und konnte seitdem die Auflage mehr als verdoppeln. In der Schweiz verkauft "Die Zeit" zwischen 10000 und 12000 Exemplaren pro Nummer. Das gehe "einher mit dem Gesamtergebnis der "Zeit", das noch nie so gut war und der Gesamtauflage, die noch nie so hoch war", sagt Peer Teuwsen, der die Schweizer Ausgabe verantwortet. "Und wir sehen natürlich in der Schweiz noch grosses Potenzial."
Matthias Daum, der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich studiert hat, schrieb bislang im freien Auftragsverhältnis für "Die Zeit" und verschiedene Produkte der "NZZ". Der Journalist verstärkt damit das Schweizer "Zeit"-Team um Peer Teuwsen und den Wirtschaftsjournalisten Ralph Pöhner. Ist diese neue Stelle sein Traumjob?
Herr Daum, Sie arbeiteten bisher als Freischaffender. Nun treten Sie ein 40-Prozent-Fixpensum bei der "Zeit" an. Ein Traumjob?
Ja, bei der "Zeit" zu arbeiten ist ein Traumjob. "Die Zeit" ist ein extrem spannendes Medium. Ich habe thematisch grosse Freiheiten und kann von der Zusammenarbeit im kleinen Team mit Peer Teuwsen und Ralph Pöhner profitieren.
Sie schreiben daneben weiterhin für die "NZZ", "NZZ Folio", nzz.ch und die "NZZ am Sonntag". Diese Produkte sind ähnlich positioniert wie die "Zeit": Hintergrundinformationen fürs oberste Zielgruppensegment. Besteht nicht die Gefahr, dass bei der "NZZ" der Verdacht aufkommt, Sie würden Ihre Top-Geschichten bei der "Zeit" platzieren?
Nein. Bisher arbeitete ich ja auch für beide Unternehmen. Dabei hatte ich nie Schwierigkeiten.
Verdienen Sie genug mit einem 40-Prozent-Fixum und Ihrem Restpensum als Freischaffender?
Ja, ich kann mich nicht beklagen. In der jetzigen Situation mit einem Fixpensum komme ich finanziell gut über die Runden. Und solche Patchwork-Anstellungsverhältnisse sind wohl typisch für Journalisten meiner Generation.
In welchen Bereichen haben Sie sich spezialisiert?
Ich schreibe am liebsten Hintergrundgeschichten, Reportagen und Porträts. Städtebau und gesellschaftspolitische Themen sind meine Spezialgebiete.
(eh)