Mit Leitgrad.ch ist ein weiteres Wirtschaftsmedium auf dem Schweizer Markt. Die Plattform hat ihren Start am Montag per Medienmitteilung bekannt gegeben. Online ist sie allerdings bereits seit dem 31. August. Angesprochen werden Inhaber und Kader von KMU und Familienunternehmen, aber auch Gründerinnen und Gründer sowie Entscheidungsträger aus Konzernen und Politik. Der Untertitel lautet «Schweizer Wirtschaftsmagazin für die, die entscheiden».
Inhaltlich konzentriert sich Leitgrad auf Familienbetriebe, Zulieferer und Tüftler, deren Technologien gemäss Mitteilung international nachgefragt sind. Die Geschichten sollen mit Anekdoten und Storytelling erzählt werden, damit sie auch ein Publikum ohne Branchenbezug erreichen. «Die Schweiz hat unglaublich viele kluge Unternehmer und Technologien, die kaum jemand kennt. Sie verdienen es, gehört zu werden», lässt sich Herausgeber Merag Shahzad in der Mitteilung zitieren.
Zu den festen Formaten gehören die Machtkarten «Wer regiert die Schweiz?», die Porträtreihe «Gründer & Leader», die Start-up-Rubrik «Challenger», ein Nachfolge-Radar sowie eine China-Rubrik. Werktags um 6 Uhr erscheint ein Morgen-Briefing als Newsletter, Podcast und Video.
Kleines Team, viel KI
Shahzad leitet Leitgrad als Herausgeber. Regelmässig schreiben Benedict Schlögl, zuständig für die KMU-Porträts, Kolumnist Florian Bruce-Boye und Pius Ohr, wie Shahzad auf Anfrage von persoenlich.com ausführt. Hinzu kommen Gastbeiträge von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie von Dozierenden und Forschenden.
KI kommt gemäss Shahzad bei Recherche, Datenaufbereitung und Grafiken zum Einsatz. Auch das Morgen-Briefing als Podcast und Video entsteht mit KI und wird mit seiner geklonten Stimme gesprochen. Jeder Beitrag durchlaufe eine menschliche Redaktion, Interviews würden mit realen Gesprächspartnern geführt.
Klassische Reichweitenzahlen nennt Shahzad nicht. Seit dem Start seien über 220 Beiträge erschienen. Zudem verweist er auf eine Messung mit dem Tool Finseo vom 25. Oktober. Demnach wird Leitgrad in rund jeder fünften Antwort von ChatGPT, Perplexity und Google auf typische Fragen von Entscheidungsträgern genannt oder als Quelle zitiert.
Bezahlte Formate ab 2027
Leitgrad bezeichnet sich als unabhängig. Shahzad finanziert den Aufbau nach eigenen Angaben selbst, ohne Verlag im Hintergrund. Er ist seit 2006 im Marketing tätig, hat in Hamburg eine Agentur aufgebaut und diese 2023 verkauft.
Bannerwerbung gibt es keine, Interviews und Expertenbeiträge sollen kostenlos bleiben. Ab dem ersten Quartal 2027 sind bezahlte Formate geplant, etwa Firmenporträts und Hintergrundgeschichten zu Unternehmen. Diese würden stets klar als bezahlt gekennzeichnet. (pd/cbe)