30.03.2007

Fritz+Fränzi

Neues Konzept unter neuer Verantwortung

Chefredaktorin Odile Burger erläutert die Änderungen.

Heute Montag erscheint das Magazin Fritz+Fränzi erstmals mit neuem Konzept und im neuen Kleid. Neu ist auch die Chefredaktorin Odile Burger (38), die erstmals als Leiterin einer Redaktion amtet und für die Neukonzeption des Heftes verantwortlich zeichnet. Sie war nach einem Publizistikstudium an der Schule für angewandte Linguistik (SAL) unter anderem für alle Ressorts der Zürichsee Zeitung und für Magazine wie "Gesundheit Sprechstunde" und "Fritz und Fränzi" journalistisch tätig. "persoenlich.com" hat Odile Burger zu Ihrer neuen Aufgabe und zum neuen Fritz+Fränzi befragt.

Aus welchem Grund hat man sich bei Fritz+Fränzi für einen Relaunch entschieden?

Das Magazin gibt es seit fünf Jahren und die Herausgeberin, die Stiftung elternsein, hielt einen Modernisierungsschub für notwendig.

Wie sieht das erneuerte Konzept der Zeitschrift aus?

Wir haben den Leserkreis erweitert, neu werden nicht nur Eltern angesprochen, sondern alle Erziehenden, insbesondere auch Lehrpersonen. Neu ist auch, dass die "zu Erziehenden" zu Wort kommen: Auf den "Kids und Fränzi"-Seiten schreiben junge Journalistinnen und Journalisten im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Inhaltlich und formal äussert sich das neue Konzept in einem vielfältigeren Themenmix: mehr Beiträge über kürzere Strecken.

Auf was werden sie redaktionell besonders Wert legen?

Es liegt mir sehr viel daran, neben voyeuristischen Themen wie Jugendsuizid, vor allem auch Themen nachhaltig und lösungsorientiert zu behandeln, die die meisten Eltern, Lehrpersonen, Kinder und Jugendlichen in ihrem Alltag wirklich beschäftigen.

Sie leiten zum ersten Mal eine Redaktion. Sind jetzt vor allem ihre Manager-Fähigkeiten gefragt und weniger ihre schreiberischen?

Wie viele Frauen entferne auch ich mich nur ungern von meinem Kerngeschäft. Die Manageraufgaben bereiten mir aber weder Kopf- noch Bauchschmerzen. Und fürs Schreiben von kleineren Beiträgen bleibt mir zum Glück genügend Zeit.

Aus welchen Gründen haben Sie sich dazu entschieden, das Engagement bei Fritz+Fränzi anzutreten?

Ich habe einen ganz dicken Draht zu Kindern und Jugendlichen. Sie sind meine Motivation.

Sie sind zusammen mit Michael Walther für die inhaltliche Neukonzeption verantwortlich. Wie sehr hat Ihre Herausgeberin Ellen Ringier Einfluss auf die Neugestaltung gehabt?

Ellen Ringier legte mir ein kurzes Briefing vor. Die Aufgabe war klar: Das Magazin soll moderner, frecher und leserfreundlicher werden. Mit Ulrike Beling und Nina Thoenen ist es mir gelungen, zwei der zurzeit angesagtesten Magazin-Designerinnen zu gewinnen.

Wie unabhängig vom Stiftungsrat können sie agieren?

Glücklicherweise ist sich der Stiftungsrat sehr wohl bewusst, dass Fritz+Fränzi in Zukunft nur dann erfolgreich sein wird, wenn er sich zurücknimmt und das Magazin einer kompetenten, jüngeren Generation anvertraut.

In der aktuellen Ausgabe von Fritz+Fränzi tritt Ellen Ringier als Autorin auf. Wird sie dies künftig regelmässig tun?

Das ist so geplant und ich bin überzeugt, ihre Beiträge sind für das Magazin eine grosse Bereicherung.

Ringier fordert in ihrer Kolumne ein Bundesamt für Familien. Will sich das Magazin vermehrt an der Diskussion zur Familienpolitik beteiligen?

In Fritz+Fränzi ist Familienpolitik als inhaltlicher Schwerpunkt nicht vorgesehen. Die Stiftung elternsein plant hingegen, sich künftig vermehrt der Thematik anzunehmen und Veranstaltungen dazu zu organisieren.

(Interview: Stefan Wyss)

So sieht das neue Fritz+Fränzi aus:


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