Neues Programm soll aus der Misere führen

Radio Emme - Sender beschliesst radikale Neuausrichtung.

Zehn Jahre lang kämpfte Radio Emme mit schwindenden Hörerzahlen, mit einer schlecht finanzierten Basis und mit mässigem Erfolg -- damit soll jetzt Schluss sein. Mit neuem Selbstvertrauen kündigt der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung des Radiosenders in einer Mitteilung vom Mittwoch an, dass man sich nach einer radikalen Überprüfung der eigenen Strategie intern zu einer Vorwärtsstrategie entschieden hat.

Konkret bedeutet das: Eine komplette Neupositionierung steht an. Diese beinhaltet zum einen die Umstellung des UKW-Programms. So soll neu durchgehend gängige Pop-Rock-Musik aus den letzten Jahrzehnten gesendet werden, was laut Jüre Lehmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, "dazu führen wird, dass wir unser werberelevantes Zielpublikum der 15 bis 49-jährigen optimal erreichen". Daneben gilt die Lancierung eines zweiten Programms im volkstümlichen Bereich als weitere, wichtige Neuerung.

Das neue Programm soll via TV-Kabelnetz, Satellit und Internet eine fast lückenlose stationäre Abdeckung gewährleisten. Nebst dem klassischen Radio-Geschäft will Radio Emme auch in eine Internet-Kommunikationsplattform investieren. Diese soll laut Mitteilung "erste Adresse" für viele Informationen und Bedürfnisse in der Region stehen.

Um die Neupositionierung konsequent durchsetzen zu können, wird Radio Emme zudem einen neuen Brand lancieren. Der Auftritt und das Erscheinungsbild sollen komplett überarbeitet und klar strukturiert werden. Mit diesem neu positionierten und klar strukturierten Auftritt, so die Mitteilung, hat Radio Emme die besten Chancen die neu ausgeschriebene Konzession "Emmental" wieder zu erhalten. Deshalb wird sich Radio Emme auch dieses Jahr um die Konzession bewerben.