ProSieben plant ein Schweizer Programmfenster. Zu diesem Zweck sei Anfang Februar die Firma ProSieben (Schweiz) AG gegründet worden, wie Radio Energy Zürich berichtet. Christian Gartmann, Geschäftsführer für die Schweiz der ProSiebenSat.1-Gruppe, sagt gegenüber "persoenlich.com" dass es primär um ein Format gehe. Es wird in dem Sinne kein Programmfenster geben, wie es bereits vor ein paar Jahren existiert hat. So werde von Anfang an mehr Wert auf die Finanzierung der Sendungen gelegt. Jede Sendung müsse durch Werbung kostendeckend finanziert werden.
Was für Sendungen genau geplant sind, mochte Gartmann gegenüber "persoenlich.com" nicht verraten. Ein Konzessionsgesuch wurde beim Bakom noch nicht eingereicht. "Es wird punktuelle Ergänzungen geben zum deutschen Programm. Das Rahmenprogramm funktioniert gut", so Gartmann. Die Sendungen haben nicht zwingend einen festen Platz im Programm. So kann eine Sendung nur einige Minuten pro Tag sein oder eine, die sich wöchentlich wiederholt. Fällt sie eine Woche aus, soll keine Lücke im Programm entstehen. Auch Spezialsendungen über grosse Events seien vorstellbar, so Gartmann im Gespräch mit "persoenlich.com".
Über den Redaktionsaufbau verriet Gartmann nicht viel. Meistens sei die Arbeit projektbezogen. Viele Aufträge werden wohl an externe Produktionsfirmen vergeben. Ob und wie viele festangestellte Journalisten beschäftigt werden, sagte Gartmann im Gespräch mit "persoenlich.com" nicht.
Der neue Schweizer Privatsender Elevator TV, der sich im Aufbau befindet, sieht Gartmann nicht als direkte Konkurrenz. "Wenn Elevator TV junge Formate bringt, wird es sicher Überschneidungen geben", so Gartmann. Grundsätzlich begrüsse er jedoch, dass der Schweizer Markt belebt werde.