Neues Schweizer Sportmagazin

Europa Medien AG - «Sportwoche» erscheint als Magazin für Jedermann, verspricht Kühne-Helmessen.

Die Schweiz erhält eine neue Sportzeitung. Zehn Jahre nach der Einstellung des "Sport", soll im Februar ein neues wöchentliches Medium in aller Breite und Ausführlichkeit über die Geschehnisse des Sports berichten. Herausgeber ist der in Zürich stationierte Sportverlag Europa Medien AG, bislang vor allem durch das Produkt "Eurosoccer" bekannt. "Das Magazin ist Teil unseres Gesamtkonzepts", erklärt der Geschäftsführende Chefredaktor Ulrich Kühne-Hellmessen, früher in leitender Position beim "Blick" und "Bildzeitung" tätig. "Wir sind Dienstleister im Bereich Sport Content. Ein solches Projekt ist nahe liegend."

Das neue Medium – Kühne-Hellmessen spricht von einem Magazin, nicht von einer Zeitung – soll aktuell und hintergründig zugleich sein. Die "Sportwoche" soll ab dem 4. Februar jeweils donnerstags in einer Auflage von 75'000 Exemplaren erscheinen. "Die grösste Herausforderung war es, eine Druckerei zu finden, die unseren Ansprüchen gerecht wird. Da am Mittwoch jeweils wichtige Spiele stattfinden, wollen wir diese natürlich im Heft haben." Lange wurde nach einer passenden Lösung gesucht. Die sieht nun so aus: Das Heft wird in drei verschiedenen Druckereien hergestellt. Eine für den Magazin-Umschlag, eine für die normalen Inhaltseiten und eine Dritte für die aktuelle Berichterstattung. Ein komplexes Gebilde.

Um die redaktionellen Arbeiten zu bewältigen, sollen 10 bis 11 neue Stellen geschaffen werden. Dies beinhaltet auch den Online-Bereich. Dazu sollen spezialisierte Freelancer aus den jeweiligen Bereichen weiteren Content liefern. Die Schwerpunkte liegen zwar bei Fussball, Eishockey, Tennis und Ski, aber auch Volkssportarten wie Jogging, Fahrradfahren oder Marathon sollen auf den 80 redaktionellen Seiten immer wieder abgehandelt werden. "Wir wollen die Breitensportler packen", betont Kühne-Helmessen."Bei uns soll man sich sowohl über das internationale Sportgeschehen informieren, wie auch Ratschläge für die eigenen sportlichen Tätigkeiten holen können."

Trotzdem, eine heikle Zeit für ein Projekt von dieser Grössenordnung. Ausserdem gab es mit dem "Sport" ja schon einmal ein ähnliches Produkt mit viel Renommee. Doch Kühne-Helmessen wiegelt ab: "Sport ist krisenunabhängig. Wir denken, dass im Sport noch sehr viel möglich ist. Das zeigt uns der internationale Vergleich: In allen Nachbarländern gibt es Titel, welche in aller Breite und Ausführlichkeit über Sport berichten, nur in der Schweiz nicht. Wir sehen da eine Lücke." (ads)