Der Schweizer Journalist und Historiker Markus Schär wird für die "Weltwoche" ab dem 1.1. 2013 fest angestellt als Bundeshausredaktor arbeiten. Er soll die Nachfolge des "Weltwoche"-Bundeshausjournalisten Urs Paul Engeler antreten, der dem Blatt als Autor in vermindertem Pensum weiterhin zur Verfügung stehen wird.
Geplanter Nachfolger Engelers war eigentlich Kari Kälin, dieser verliess die "Weltwoche" allerdings schon nach der Probezeit in beidseitigem Einvernehmen (persoenlich.com berichtete). Engeler, Möchtegern-Pensionär, darf sich also freuen: Mit Schär schickt ihm die Weltwoche "ein neues Versuchskaninchen in die Röhre", wie sich Engeler nach Kälins Weggang gegenüber persoenlich.com ausdrückte. Seinen Nachfolger beschrieb er damals folgendermassen: "Er muss jung, hungrig, neugierig und sehr fleissig sein." Den "neuen Crack" hat sich Engeler also ein bisschen anders vorgestellt, zumindest was das Alter anbelangt.
Schär promovierte an der Universität Zürich bei Prof. Rudolf Braun mit einer Arbeit über "Seelennöte der Untertanen: Selbstmord, Melancholie und Religion im Alten Zürich 1500-1800" und war als Oberassistent tätig. Er war sodann politisch aktiv, unter anderem als Präsident der sozialdemokratischen Partei des Kantons Thurgau. Schär machte sich als politischer und wirtschaftspolitischer Journalist bei unterschiedlichen Medien einen Namen. Von 2004-2006 war er bereits einmal als Redaktor bei der Weltwoche tätig, ehe er als Mitarbeiter und Autor zum liberalen Think Tank Avenir Suisse wechselte. (pd/bn)