Neues Webportal lanciert

New York Times - Startseite ähnelt der Titelseite der gedruckten Ausgabe.

Seit Mittwoch erscheint das Onlineportal der "New York Times" mit einem komplett neuen Auftritt. Drei Dinge fallen laut der Analyse der "Süddeutschen" dabei auf: Die Startseite wirkt konservativer, aufgeräumter und ähnelt der Titelseite der gedruckten Ausgabe.

Neu eingeführt werden ausserdem opulent dargestellte Geschichten, die sich durch einfaches Scrollen und ohne Zwischenklicks an einem Stück lesen lassen.

Drittens werden Bilder grosszügiger dargestellt und sollen leichter zu vergrössern sein.

"Wir planen weitere Verbesserungen", sagt Denise Warren, die Digitalchefin der Zeitung. "Dazu werden personalisierte Navigationspotionen gehören, die es unseren Lesern erlauben, NYtimes.com so anzupassen, dass die Site noch besser ihren Interessen genügt."

Die neue Website wird auch eine Neuerung bringen, die bei der "Times" bislang noch Tabu war: "sponsored content". Verleger Arthur Sulzberger hatte den umstrittenen Schritt im Dezember in einer E-Mail an alle Mitarbeiter angekündigt. Darin versicherte er laut der "Süddeutschen" auch, die Grenze zwischen Journalismus und Werbung werde bei der "Times" auch künftig nicht verwischt werden.

Der Schritt erscheint einigermassen nachvollziehbar: Obwohl die digitalen Ausgabe sehr grossen Anklang findet - die Zeitung hat in den ersten drei Quartalen 2013 rund 1,22 Millionen digitale Abos verkauft - hapert es mit den Werbeerlösen. Das digitale Werbeaufkommen ging im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent zurück. (as)