Die jüdische Zeitschrift Aufbau ist auferstanden -- in Form eines Monats-Magazins. Letzten Herbst hatte die Zürcher Jüdische Medien AG (JMAG) die Verlagsrechte an der einstigen Emigrantenzeitung gekauft und einen Neustart ermöglicht.
Äusserlich ähnelt der neue Aufbau dem jüdischen Wochenmagazin Tachles, das beim gleichen Verlag erscheint. Zu aktuellem Anlass steht bei der Nummer 1 das Thema Gedenkfeiern für Auschwitz im Zentrum.
Ferner finden sich darin Beiträge über ethische Probleme der Soldaten in Israels Armee sowie ein Aufsatz des Theologen Hans Küng über die geschichtlichen Umbrüche bei den drei abrahamischen Religionen. Der deutsche alt Bundespräsident Johannes Rau schreibt über "Deutschlands Mitverantwortung für Israel".
Aufbau war 1934 in New York gegründet worden. Zur Zeit der Nazis war die Zeitschrift eine wichtige Stimme der deutschsprachigen Emigration. Sie veröffentlichte Beiträge von Thomas Mann, Albert Einstein und Hannah Arendt. Nach Kriegsende setzte sich der «Aufbau» für die Aussöhnung mit dem Nachkriegsdeutschland ein.

