Die amerikanische Tageszeitung "The New York Times" ist die grosse Gewinnerin der diesjährigen Pulitzer-Preise. Das renommierte Blatt heimste am Montag fünf der insgesamt 15 Journalistenpreise ein. Besondere Beachtung fand die schnelle und umfangreiche Berichterstattung der Zeitung über den Sexskandal, der New Yorks Gouverneur Eliot Spitzer zum Rücktritt zwang.
Weiterhin wurde die "New York Times" für eine Enthüllungsgeschichte aus dem Pentagon, ihre Kunstkritiken, Fotoreportagen und Berichte über die politische und militärische Herausforderung der USA in Afghanistan und Pakistan geehrt. Im vergangenen Jahr hatte die "Washington Post" sechs Pulitzer-Preise entgegengenommen.
Den höchsten Pulitzer-Preis für herausragenden "Dienst an der Öffentlichkeit" allerdings errang die Zeitung "Las Vegas Sun" und ihre Reporterin Alexandra Berzon. Sie hatte die vielen Todesfälle unter Bauarbeitern am Las Vegas Strip aufgedeckt. Die Berichte hätten dazu geführt, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Bau verbessert und die entscheidenden Vorschriften verschärft wurden, würdigten die Juroren bei der Bekanntgabe in New York.
Der Pulitzer-Preis ist einer der wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten und Schriftsteller in den USA. Er wird in mehr als 20 Kategorien verliehen und ist mit jeweils 10 000 Dollar (rund knapp 12 000 Franken) dotiert. Der Gewinner des Preises für den "Dienst an der Öffentlichkeit" erhält eine Goldmedaille. (sda)